Formen

Bei der altersbedingten Makuladegeneration werden 2 Verlaufsformen unterschieden:

Trockene Makuladegeneration

Die trockene Makuladegeneration stellt mit ca. 70% die häufigere Form der Makuladegenerationen dar. Bei dieser Form erkennt man zu Beginn kleine gelbliche Ablagerungen (Drusen) in der Netzhaut. In diesem frühen Stadium ist das Sehen gar nicht oder nur geringfügig eingeschränkt. So dauert es z.B. länger, wenn man von draußen einen dunklen Raum betritt, bis man wieder alles erkennt, oder Farben erscheinen blasser. Es können bei genauer Betrachtung geringe Metamorphopsien (Verzerrungen) wahrgenommen werden. Im Spätstadium der trockenen AMD werden Sinneszellen vernichtet und das zentrale Sehen verschlechtert sich zunehmend. Im Gegensatz zur feuchten Verlaufsform schreitet die trockene AMD sehr viel langsamer voran.

Feuchte Makuladegeneration

Diese Verlaufsform entwickelt sich bei ca. 20-30% der betroffenen Patienten. Als Reaktion auf die gelblichen Ablagerungen wachsen kleine Gefäßknospen unter die Netzhaut. Diese neu gebildeten Gefäße sind undicht oder können bluten, die Netzhautmitte schwillt an (“Makulaödem”). Die dort austretende Flüssigkeit führt dazu, dass die Netzhaut nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff und Mineralien versorgt wird. Sammelt sich unter der Makula zu viel Flüssigkeit kann sich die Netzhaut sogar ablösen. Auch kann es zu Vernarbungen auf der Netzhautmitte kommen. Im Gegensatz zur trockenen Spätform kann die feuchte Form mitunter sehr rasch, innerhalb nur weniger Wochen, voranschreiten.

Neubildung von Gefäßen bei einer feuchten Makuladegeneration

Neubildung von Gefäßen bei einer feuchten Makuladegeneration

Regelrechter Gefäßbefund

Regelrechter Gefäßbefund

Gefäße bei einer trockenen Makuladegeneration

Gefäße bei einer trockenen Makuladegeneration

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