Behandlung

Eine bei AMD bereits eingetretene Schädigung der Netzhaut kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Alle therapeutischen Maßnahmen zielen darum darauf ab, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen bzw. zu stoppen.

Behandlung mittels Injektionen

Die feuchte Makuladegeneration kann unbehandelt zu schweren Sehschädigungen führen. Früher konnte man mittels einer Laserbehandlung (photodynamische Therapie – PDT) die Sehverschlechterung im Verlauf nur geringfügig verlangsamen. Heutzutage sind wir in der Lage bei sehr vielen Patienten die Verschlechterung der Sehkraft aufzuhalten. Bei manchen Patienten erreichen wir sogar eine deutliche Verbesserung der Sehleistung. Entscheidend ist sicherlich der frühe Zeitpunkt der Diagnose der AMD.

Die Behandlung verschiedener Netzhauterkrankungen wird mittels verschiedener intravitrealer operativer Medikamenteneingaben (Lucentis®, Avastin®, Eylea®, Ozurdex®, Jetrea®, Iluvien®) durchgeführt. Alle werden in unserem modernen Operationssaal in der Simmlerstraße 3 in 75172 Pforzheim durchgeführt. Eine Kontrolle Ihrer Augen nach dem Eingriff erfolgt bei Ihrem Augenarzt und ist enorm wichtig für den weiteren Behandlungsverlauf. In der Regel müssen drei Injektionen alle 4 Wochen durchgeführt werden (Anfangsdosis / Uploading). Je nach Behandlungserfolg sollten die Injektionen im gleichen oder anderen Rhythmus fortgesetzt werden. Die Notwendigkeit weiterer Injektionen wird der behandelnde Augenarzt mit Ihnen in unserer Netzhautsprechstunde besprechen.

Für die häufiger auftretende, trockene Makuladegeneration steht bislang keine wissenschaftlich anerkannte Behandlungsform zur Verfügung. Viele Studien zeigen jedoch, dass eine Behandlung der trockenen Verlaufsform mit hochdosierten Mikronährstoffen das allmähliche Nachlassen der Sehschärfe verlangsamen kann. Auch erreicht eine Behandlung mit ionisiertem Sauerstoff in etlichen Fällen eine Funktionsstabilisierung.

Es existieren eine Reihe neuer Behandlungsansätze, welche sich aber noch im Stadium der klinischen Erprobung befinden. Weitere Maßnahmen können nur nach eingehender Untersuchung und individueller Befundung getroffen werden.

Örtliche Betäubung mit Augentropfen
Örtliche Betäubung mit Augentropfen

Desinfektion mit Jodlösung im Operationssaal
Desinfektion mit Jodlösung im Operationssaal

Schmerzlose Injektion am Auge
Schmerzlose Injektion am Auge

zurück zu “Früherkennung”