Grauer Star

Ab dem 60. Lebensjahr kommt es bei vielen Menschen zu einer immer stärker werdenden Eintrübung der Linse. Das ist keine Erkrankung, sondern, wie graue Haare, eine Alterserscheinung. Der sogenannte Graue Star (Katarakt) kann das Sehen in vielerlei Hinsicht beeinträchtigen, dabei lässt die Sehschärfe schleichend nach. Erste Symptome sind eine schlechtere Nachtsicht, eine erhöhte Blendempfindlichkeit und ein größerer Lichtbedarf beim Lesen. Später kann es zu verringertem Kontrastsehen, gestörtem Farbensehen und Doppeltsehen von Konturen kommen. Mit der Zeit wird der Grauschleier immer dichter. Je nach Form und Schweregrad der Linsentrübung sind die Symptome stärker oder geringer.

Neben dem Altersstar können auch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, bestimmte Medikamente wie zum Beispiel Cortison, sowie Verletzungen, Entzündungen und Operationen am Auge eine Linsentrübung hervorrufen.

Der operative Eingriff ist die einzige Möglichkeit, den Grauen Star zu behandeln. Eine medikamentöse Behandlung gibt es nicht. Die getrübte Linse wird dabei entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Den richtigen Zeitpunkt einer Operation bestimmen weitgehend Sie selbst! Wenn Sie sich in Ihrem Alltagsleben beeinträchtigt fühlen, legen wir gemeinsam einen OP-Termin fest. Die Operation wird dann von uns in unserem OP-Zentrum ambulant durchgeführt. Die möglichen Operationsverfahren werden bei einer Voruntersuchung anhand Ihrer Untersuchungsergebnisse gemeinsam mit Ihnen besprochen! Sie haben zwei Operationsmethoden zur Auswahl:

Behandlungsmöglichkeiten des Grauen Stars

Der klassische Eingriff mittels Skalpell

Hier werden mit einem Diamantskalpell zunächst drei minimalinvasive Öffnungen in die Hornhaut präpariert, die Linsenkapsel eröffnet und dann die eingetrübte Linse durch Ultraschallenergie (sog. Phakoemulsifikation) zerkleinert und zeitgleich abgesaugt. Zurück bleibt die klare, leere Linsenhülle, in welche die gewählte Kunstlinse eingesetzt wird.

Der Premium-Eingriff mittels Laser

Bei der Operation des Grauen Star mittels Lasertechnologie sind Schnitte im Auge und der Einsatz von herkömmlichen Instrumenten, Skalpellen und meist auch Ultraschallenergie nicht mehr erforderlich. Der bildgesteuerte Femtosekundenlaser führt die wichtigsten OP-Schritte skalpellfrei und mit höchster Genauigkeit durch. Ultrakurze Laserimpulse werden genutzt, um die gewünschte Hornhautpräparation vorzunehmen, die Linsenkapsel kreisrund zu öffnen, Zugang zur natürlichen Linse zu bekommen und diese schonend zu zerkleinern – alles mit maximal möglicher Präzision. Zurück bleibt auch hier die klare, leere Linsenhülle, in welche die gewählte Kunstlinse eingesetzt wird.

Standardmäßig eingesetzt und von der Krankenkasse bezahlt werden Monofokallinsen. Diese stellen die Sicht nur auf einen Entfernungsbereich ein, so dass nach der Operation eine Brille in der Ferne oder Nähe notwendig bleibt. Auf Wunsch und bei Eignung können auch sogenannte Multifokallinsen implantiert werden. Diese sorgen für ein besseres Sehen im Nah- und Fernbereich und können auch Hornhautverkrümmungen korrigieren. Eine Brille ist damit im Alltag weitestgehend entbehrlich.

Wenn Sie eine Verschlechterung Ihres Sehvermögens bemerken, sollten Sie zunächst einen Voruntersuchungstermin bei uns ausmachen. An diesem wird, nach einer gründlichen Untersuchung, die weitere Vorgehensweise mit Ihnen besprochen.

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